QIÖG

QIÖG 13: Ferdinand Opll - Martin Scheutz, Der Schlierbach-Plan des Job Hartmann von Enenkel

Ferdinand Opll und Martin Scheutz

 

Ein Plan der Stadt Wien aus dem frühen 17. Jahrhundert
Der Schlierbach-Plan des Job Hartmann von Enenkel

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 13)

Wien 2014, 232 S.
46 s/w-Abb., 2 Faltpläne, 24 x 17 cm, Gb.
Preis: € 39.00

ISBN 978-3-205-79504-9

Der wiederentdeckte Wien-Plan des aus Oberösterreich stammenden, protestantischen Adeligen Job Hartmann von Enenkel (1576–1627) ist mit seiner Orientierung nach Norden der älteste moderne Stadtplan Wiens. Das Planinteresse dieser Handzeichnung (heute Stiftsarchiv Schlierbach) liegt einerseits auf den Festungsbauten, andererseits auf den Freihäusern und Kirchen. Viele der Bauwerke sind zeichnerisch skizziert. Unmittelbare Vorlage des Planes ist der aus den 1560er Jahren stammende Wien-Plan von Nicolò Angielini – beide Pläne liegen dem Band im Faksimile bei und viele der Skizzen sind eigens abgebildet.
Das spannungsreiche Verhältnis von Hof, Adel und Bürgerstadt in der Residenzstadt wird mit diesem detaillierten und kunstfertigen Plan veranschaulicht, aber auch die untergehende protestantische Adelswelt findet Niederschlag. Der Kommentar kontextualisiert den Plan in der Kartographiegeschichte, identifiziert und beschreibt sämtliche Objekte und bietet knappe Abrisse der Besitzergeschichte, zeichnet die Biographie Enenkels im Rahmen des komplexen Spannungsfeldes zwischen adeliger Bildung und dem Engagement in Politik und Verwaltung für die Landstände und den Landesfürsten nach und beschreibt das Hofquartierwesen, das den Hintergrund für die Entstehung des Plans bilden könnte.
Methodisch ist der Band als Versuch zu verstehen, eine kartographische Quelle in adäquater Weise zu edieren.

Inhalt

 Vorwort, S. 7
 
1. Ein ebenso unerwarteter wie glücklicher Neufund: Der Schlierbach-Plan von Wien und sein historisches Umfeld, S. 11
 
2. Leben und Sammlungen des Job Hartmann von Enenkel, S. 14
 
3. Der Schlierbach-Plan von Wien, S. 23
3.1 Karten und Pläne als Quellen: Bemerkungen zur Edition kartographischer Dokumente, S. 23
3.2 Beschreibung des Originals des Schlierbach-Planes, S. 30
3.3 Das kartographische Umfeld des Schlierbach-Planes, S. 33
 
4. Autopsie des Schlierbach-Planes, S. 40
4.1 Bezeichnungen der im Schlierbach-Plan namentlich gekennzeichneten Plätze, Straßen und Gassen Wiens, im Originalwortlaut (in alphabetischer Reihenfolge), mit der heutigen Namensform und mit Literaturhinweisen, S. 43
4.1.1 Die auf dem Schlierbach-Plan in Aufrissform dargestellten, aber unbezeichneten Elemente der städtischen Befestigungen Wiens (beginnend vom Kärntner Tor im Süden im Uhrzeigersinn), S. 45
4.1.2 Die auf dem Schlierbach-Plan in Aufrissform eingezeichneten Objekte (innerhalb der städtischen Befestigungen), gegliedert in den Originalwortlaut (in alphabetischer Reihenfolge), die moderne Bezeichnung und Literaturhinweise, S. 64
4.1.3 Die in der Legende des Schlierbach-Planes angeführten Objekte samt Erläuterungen zu deren Besitzgeschichte und Angabe der heutigen Adressen, S. 90
4.2 Zeitliche Einordnung und Zweck des Schlierbach-Planes, S. 135
 
5. Der Adel in den Erbländern zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Spannungsfeld von Ständen und Landesfürst, S. 146
5.1 Die Karriere des Job Hartmann von Enenkel, S. 151
5.2 Die konfessionelle Zusammensetzung des Adels 1580 bis 1620 am Beispiel des Landes unter der Enns, S. 154
5.3 Konfession als Habitus, S. 155
5.4 Unliebsame Gäste in der Stadt? Hofquartiere und Freihäuser in der Residenzstadt Wien, S. 160
5.4.1 Hofquartier, S. 164
5.4.2 Freihäuser, S. 172
 
6. Zusammenfassung, S. 179
 
Quellen- und Literaturverzeichnis, S. 182
Verzeichnis der Abkürzungen und Siglen, S. 182
Quellenverzeichnis und Verzeichnis der herangezogenen Wiener Stadtpläne, S. 183
Literaturverzeichnis, S. 184
Verzeichnis der Tabellen, S. 200
Verzeichnis der Abbildungen, S. 201
Abbildungsnachweis, S. 202
Personen- und Ortsregister, S. 203

QIÖG 12: Sarah Pichlkastner, Das Wiener Stadtzeichnerbuch 1678-1685

Sarah Pichlkastner

Das Wiener Stadtzeichnerbuch 1678-1685

Ein Bettlerverzeichnis aus einer frühneuzeitlichen Stadt

 

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 12)
 

Wien 2014, 415 S.
zahlr. s/w-Abb und Grafiken, 24 x 17 cm, Br.
Preis: € 79.80

ISBN 978-3-205-79521-6

Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit spielte das Thema BettlerInnen in Wien eine wichtige Rolle. Zwischen 1443 und 1693 wurde das Betteln in Wien mittels obrig-keitlicher Bettelzeichen („Stadtzeichen“) beschränkt. Erhalten gebliebene Bettlerverzeichnisse aus dem 16. und 17. Jahrhundert bieten Einblick in die Lebenswelten der „gekennzeichneten“ Menschen, die aus anderen Quellen kaum erschlossen werden können und daher für die historische Armutsforschung von großer Bedeutung sind. Die Kontextualisierung, Edition und Auswertung eines von 1678 bis 1685 reichenden „Stadtzeichnerbuches“ präsentiert die Lebensspuren von 920 armen Menschen, die als „StadtzeichnerInnen“ in der kaiserlichen Residenzstadt Wien dem Betteln nachgehen durften.

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung von Helmut Bräuer, S. 9

Vorwort, S. 13

1. Markierung von BettlerInnen mit Bettelerlaubnis: Das Wiener Bettelzeichen
    („Stadtzeichen“) im armutsgeschichtlichen Kontext, S. 15
1.1 Forschungsstand und Quellen, S. 15
1.2 Die Geschichte des Wiener Bettelzeichens: Zeichen – Wahrzeichen –
    Stadtzeichen, S. 17
1.3 Die Vergabe der Zeichen: Visitationen und Beschau, S. 25
1.4 Die Vergabe in Zahlen: Würdige und Unwürdige, S. 32
1.5 Die Administration der Zeichen: Kontrolle und „Karrieren“, S. 37

2. Registrierung von Bettel und Armut: Bettler- und Armenverzeichnisse, S. 48
2.1 Entstehungskontext und Überlieferungslage, S. 48
2.2 Forschungslage und Auswertungsmöglichkeiten, S. 51

3. Registrierung von BettlerInnen mit Bettelerlaubnis: Die Wiener „Stadtzeichner-
    bücher“, S. 53
3.1 Entstehungs- und Überlieferungszusammenhang, S. 53
3.2 Quellen- bzw. archivalienkundliche Einordnung, S. 56
3.3 Aufbau und Inhalt, S. 58
3.4 Quellenkritische Anmerkungen, S. 64

4. Handschriftenbeschreibung des der Edition zugrunde liegenden Stadtzeichnerbuches, S. 66
4.1 Äußere Merkmale, S. 66
4.2 Innere Merkmale, S. 72

5. Die Edition, S. 79

5.1 Editionsrichtlinien, S. 79
5.1.1 „Layout“ und Textauswahl bzw. -gliederung, S. 79
5.1.2 Transkriptionsgrundsätze bzw. Textwiedergabe, S. 80
5.1.3 Anmerkungsapparat, Register und Glossar, S. 82

5.2 Editionsteil, S. 84
5.2.1 Männerteil, S. 84
5.2.1.1 Beginn (20. Jänner 1678), S. 84
5.2.1.2 Bettlervisitation vom 21. Juni 1678, S. 86
5.2.1.3 Bettlervisitation vom 2. Mai 1679, S. 100
5.2.1.4 Bettlervisitation vom 14. Mai 1680, S. 112
5.2.1.5 Bettlervisitation vom 21. April 1681, S. 123
5.2.1.6 Bettlervisitation (Extravisitation) vom 23. Juli 1681, S. 131
5.2.1.7 Bettlervisitation vom 11. März 1682, S. 136
5.2.1.8 Bettlervisitation vom 30. Juni 1683, S. 151
5.2.1.9 Bettlervisitation vom 16. Mai 1684, S. 160

5.2.2 Frauenteil, S. 172
5.2.2.1 Beginn (4. Jänner 1678), S. 172
5.2.2.2 Bettlervisitation vom 21. Juni 1678, S. 173
5.2.2.3 Bettlervisitation vom 2. Mai 1679, S. 188
5.2.2.4 Bettlervisitation vom 14. Mai 1680, S. 205
5.2.2.5 Bettlervisitation vom 21. April 1681, S. 216
5.2.2.6 Bettlervisitation (Extravisitation) vom 23. Juli 1681, S. 225
5.2.2.7 Bettlervisitation vom 11. März 1682, S. 228
5.2.2.8 Bettlervisitation vom 30. Juni 1683, S. 238
5.2.2.9 Bettlervisitation vom 16. Mai 1684, S. 250

6. Die Lebenswelten der StadtzeichnerInnen, S. 272
6.1 Herkunft, S. 272
6.2 Aufenthaltsdauer in Wien, S. 277
6.3 Alter, S. 280
6.4 Familienverhältnisse, S. 283
6.4.1 Familienstand, S. 283
6.4.2 Kinder, S. 284
6.5 Vormalige Beschäftigung, S. 286
6.5.1 Männer, S. 286
6.5.2 Frauen, S. 290
6.6 Gründe der Arbeitsunfähigkeit, S. 293
6.7 Wohnorte, S. .301
6.7.1 Vor der Zweiten Türkenbelagerung von 1683, S. 302
6.7.2 Nach der Zweiten Türkenbelagerung von 1683, S. 307
6.8 Bettelplätze, S. 312
6.9 Angaben zum äußeren Erscheinungsbild, S. 321
6.10 Hintergrund der Zeichenerteilung, S. 322

7. Zusammenfassung, S. 324

Glossar, S. 329
Berufe, Arbeitstätigkeit, Ämter und Funktionen, S. 329
Krankheiten, Gebrechen, Verletzungen, S. 341

Siglen- und Abkürzungsverzeichnis, S. 346
Siglenverzeichnis, S. 346
Abkürzungsverzeichnis, S. 346
Abbildungs-, Graphik- und Tabellenverzeichnis, S. 348
Abbildungsverzeichnis, S. 348
Graphikverzeichnis, S. 349
Tabellenverzeichnis, S. 349

Quellen- und Literaturverzeichnis, S. 351
Ungedruckte Quellen, S. 351
Gedruckte Quellen, S. 353
Nachschlagewerke, S. 353
Literatur, S. 355
Internetquellen, S. 364

Register, S. 365
Register 1: Personenregister I (StadtzeichnerInnen), S. 365
Register 2: Personenregister II (ohne StadtzeichnerInnen) und topographisches
   Register I (heutiges Stadtgebiet von Wien), S. 381
Register 3: Topographisches Register II (außerhalb des heutigen Wiener
   Stadtgebietes), S. 402

QIÖG 11: Helga Penz, Die Kalendernotizen des Hieronymus Übelbacher 1710-1740

Helga Penz

Die Kalendernotizen des Hieronymus Übelbacher,

Propst von Dürnstein 1710-1740

 

Edition und Kommentare
Unter Mitarbeit von Edeltraud Kando und Ines Weißberg
Mit einem Beitrag von Harald Tersch
 

Herausgegeben von Brigitte Merta und Andrea Sommerlechner

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 11)

 

Wien 2013, 510 S.
13 s/w-Abb. und 1 Karte, 24 x 17 cm, Br.
Preis: € 98.00
 

ISBN 978-3-205-79459-2

Mit seinen Kalendernotizen hat Hieronymus Übelbacher das schillernde Selbstzeugnis eines niederösterreichischen Bauprälaten der Barockzeit hinterlassen. Als Propst des Augustiner-Chorherrenstifts Dürnstein hatten die Aufzeichnungen in seinen Taschenkalendern den Stellenwert einer Klosterchronik, die er mit außergewöhnlicher Akribie führte. Er gibt einen detailreichen Einblick in die Vorgänge auf einer barocken Großbaustelle. Aber man findet ebenso Notizen über kirchliche Feste, Listen von Einkäufen beim Buchhändler, Suppenrezepte, Scherzworte oder Anweisungen zur Ungeziefervernichtung. Die Edition, mit Kommentaren und Glossaren, macht ein herausragendes Beispiel für den Gebrauch von Schreibkalendern, welche zu den am weitest verbreiteten Druckwerken der Frühen Neuzeit gehörten, zugänglich.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort, S. 9
Abkürzungen und Siglen, S. 11
 
Einleitung, S. 13-112

Der Schreibkalender als Informationsmedium, von Harald Tersch, S. 15-62

Die Kalendernotizen des Propstes Hieronymus Übelbacher (1710–1740)

Beschreibung der Kalender
Quellen und Literatur
 
Edition, S. 115-435

Editionsgrundsätze

Notizen im Kalender (Edition)
 
Glossare und Apparat, S. 437-510
 
Währungen und Münzen
Maße und Gewichte 
In den Kalendernotizen genannte Bücher
Heilige und biblische Gestalten
Pröpste und Konventualen von Dürnstein

Zur Auflösung der Personennamen benützte Literatur und Quellen
Zur Auflösung der Ortsnamen und Sachbegriffe benützte Literatur und Quellen
 
Personenregister
Ortsregister
Sachregister
 
Karte von Niederösterreich
 
Abbildungsverzeichnis

QIÖG 10: Harald Tersch, Die Autobiographie von Stephan Andreas Haslinger (1740–1807)

Harald Tersch

Die Autobiographie von Stephan Andreas Haslinger (1740–1807)

Violinist, Freimaurer und Hofagent im josephinischen Wien

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 10)
 

Wien/München 2013, 144 S.
6 s/w-Abb. und 1 Grafik, 24 x 17 cm, Br.
Preis: € 29.80
ISBN 978-3-205-78911-6 (A), 978-3-486-71963-5 (D)

Die Lebensbeschreibung von Stephan Andreas Haslinger (1740-1807) berührt einen bisher kaum beachteten Bereich der österreichischen Verwaltungsgeschichte. Als Hofagent hatte der Schreiber die Anliegen von Palatin, Ban sowie zahlreicher anderer Klienten an den Hofkanzleien zu vertreten und regulierte damit die Kommunikation zwischen den Zentralbehörden und den Untertanen der Monarchie. In seinem Rückblick erzählt er den Kindern die Geschichte eines „self-made man“, der vom armen Schneidersohn zum Feudalherrn aufstieg und über Umwege als Kapellmeister sowie Sekretär ungarischer Magnaten an den Hof Josephs II. gelangte. Haslinger verkehrte in denselben Freimaurerkreisen wie Mozart, mit dem er den Hausarzt teilte. Er wirft Schlaglichter auf das kroatisch-ungarische Kulturleben ebenso wie auf Familienleben, Wirtschaftskrisen und Gesundheitswesen im Wien der Klassik.
Der Band enthält die Edition der Lebensbeschreibung Haslingers und beleuchtet sie aus verschiedenen Blickwinkeln in ihren Kontexten.
 
Inhaltsverzeichnis
 
Vorwort, S. 7
 
1. Einleitung
1.1 Sattelzeiten, S. 9
1.2 Überlieferung, S. 15
1.3 Zeittafel, S. 20
1.4 Editorische Notiz, S. 21
 
2. Edition, S. 27
 
3. Kontext
3.1 Genealogische Fragmente, S. 63
3.2 Künstlerbiographie, S. 70
3.3 Haslingers Inskription, S. 75
3.4 Instruktionen, S. 84
3.5 Kanzleistil, S. 94
3.6 Schattenrisse, S. 100
3.7 Hausbuch, S. 105
3.8 Die Autobiographie als Album amicorum, S. 114
 
Bibliographie
Siglen- und Abkürzungsverzeichnis, S. 121
Quellenverzeichnis, S. 122
Literaturverzeichnis, S. 123
Abbildungsnachweis, S. 138
 
Register
Personenregister, S. 139
Ortsregister, S. 143
 

QIÖG 9: Christine Tropper, Glut unter der Asche und offene Flamme. Der Kärntner Geheimprotestantismus und seine Bekämpfung 1731–1738

Christine Tropper

Glut unter der Asche und offene Flamme

Der Kärntner Geheimprotestantismus und seine Bekämpfung
1731–1738

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 9)
 

Wien/München 2011, 501 S.
36 s/w-Abb., 24 x 17 cm, Br.
Preis: € 69,80
Böhlau
978-3-205-78662-7 (A), 978-3-486-70429-7 (D)

Für zwei Regionen Kärntens, die Reichenau und das Gegendtal, werden die Quellen zum Geheimprotestantismus aus der späten Regierungszeit Kaiser Karls VI. zusammengestellt, aus der Zeit, als die Evangelischen aus dem Untergrund an die Öffentlichkeit traten und die staatlichen Stellen erstmals die Deportation nach Siebenbürgen als Strafe für die Geheimprotestanten anwandten. Der Band ist zugleich ein „Quellenlesebuch“ und eine „Quellenkunde“ zu einer besonders spannenden Phase des Geheimprotestantismus.

Präsentiert werden die Quellen aller Ebenen der geistlichen und weltlichen Verwaltung im Volltext mit Kommentar und quellenkundlichen Einleitungen. Die Einführung beschreibt das politische, personelle und räumliche Umfeld und zeigt die Interpretationsmöglichkeiten auf, die sich durch die neue Quellenzusammenschau ergeben.

QIÖG 8: Siegfried Haider, Die Traditionsurkunden des Klosters Garsten. Kritische Edition

Siegfried Haider

Die Traditionsurkunden des Klosters Garsten

Kritische Edition

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 8)

Wien/München 2011, 383 S.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 59,80
Böhlau
978-3-205-78664-1 (A), 978-3-486-70394-8 (D)

Die Edition der Traditionsurkunden des oberösterreichischen, von den steirischen Markgrafen gegründeten Benediktinerklosters Garsten ersetzt die unzureichende alte aus dem Jahr 1852 und basiert auf den grundlegenden Vorstudien des Autors (MIÖG Ergbd. 52, 2008). Neben den kritischen Druck der im erhaltenen Kodex A überlieferten Texte tritt die Rekonstruktion des verschollenen älteren Kodex B mit Hilfe seines vor kurzem aufgefundenen neuzeitlichen Inhaltsverzeichnisses. Wegen der engen Beziehungen Garstens zu dem steirischen Regentengeschlecht der Otakare, den Gründern und Vögten des Klosters, und ihren zahlreichen Gefolgsleuten sind sie wichtige Quellen nicht nur für die Frühgeschichte des Klosters, sondern auch der Steiermark und für den hochmittelalterlichen steirisch-österreichischen Adel.

 

QIÖG 7: Peter Rauscher - Barbara Staudinger: Austria Judaica. Quellen zur Geschichte der Juden in Niederösterreich und Wien 1496-1671

Peter Rauscher und Barbara Staudinger

Austria Judaica

Quellen zur Geschichte der Juden in Niederösterreich und Wien 1496-1671

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 7)

Wien/München 2011, 509 S.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 94,80
Böhlau
978-3-205-78536-1 (A), 978-3-486-59768-4 (D)

Erstmals seit der Schoa wird die Geschichte der Jüdinnen und Juden im österreichischen Donauraum von ca. 1500 bis zu ihrer Ausweisung 1671 dokumentiert. Neben einem umfangreichen Kommentar zur Überlieferungslage enthält der Band mehr als 200 der wichtigsten und repräsentativsten Quellen, die neue Einblicke in die jüdische Rechtsstellung, Siedlungsgeschichte, Religion und Kultur, in wirtschaftliche und soziale Verhältnisse sowie in die jüdisch-christlichen Beziehungen bieten.

QIÖG 6: Jakob Wührer - Martin Scheutz, Zu Diensten Ihrer Majestät. Hofordnungen und Instruktionsbücher am Wiener Hof

Jakob Wührer und Martin Scheutz

Zu Diensten Ihrer Majestät

Hofordnungen und Instruktionsbücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 6)
Wien/München 2011, 1256 S.
24 x 17 cm, Gb.
Preis: € 138.00
Böhlau
978-3-205-78487-6 (A), 978-3-486-59226-9 (D)

Der Wiener Hof war nicht nur Ort der schillernden kaiserlichen Repräsentation, sondern auch der Ort, an dem Versorgung und Sicherheit des Kaisers und seiner Familie sichergestellt werden mussten. Die alltäglichen Aufgaben für das Hofpersonal waren vielfältig, erst die Verschriftlichung der Aufgabenbereiche machte das Handeln des Hofpersonals überschaubar. Im vorliegenden Buch wurden frühneuzeitliche Hofordnungen und Instruktionsbücher ediert, durch welche die komplexe Organisation des frühneuzeitlichen Wiener Hofes sichtbar wird. Der Edition geht ein quellenkundlicher und editionstechnischer Kommentar voraus.

QIÖG 5: Martin Scheutz - Andrea Sommerlechner - Herwig Weigl - Alfred Stefan Weiß, Quellen zur europäischen Spitalgeschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit

Martin Scheutz, Andrea Sommerlechner, Herwig Weigl und Alfred Stefan Weiß (Hg.)

Quellen zur europäischen Spitalgeschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit / Sources for the History of Hospitals in Medieval and Early Modern Europe

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 4)
Wien/München 2010, 684 S.
24 x 17 cm, Gb.
Preis: € 89,80
Böhlau
978-3-205-78489-0 (A), 978-3-486-59228-3 (D)

Der Band präsentiert Quellen zur Geschichte des Spitals und der institutionellen Fürsorge in Mittelalter und Neuzeit, doch handelt es sich nicht um eine bestandsorientierte Edition, sondern eine exemplarische und illustrative Auswahl, eine "Quellenkunde" der Hospitäler, die zwischen exemplarischer Zusammenstellung von für Region und Zeitraum repräsentativen Quellen einer- und pragmatischer Beschränkung andererseits steht. Der Quellenauswahl ist jeweils eine - deutsche oder englische - Einleitung mit einer generellen Charakterisierung und Einordnung der Quellen vorangestellt, und jeder edierte Text wird von einem Kommentar begleitet.

Das Projekt schließt an die Publikationen: Europäisches Spitalwesen. Institutionelle Fürsorge in Mittelalter und Früher Neuzeit / Hospitals and Institutional Care in Medieval and Early Modern Europe (MIÖG Ergbd. 51, Wien 2008) und das Themenheft Europäische Spitäler (MIÖG 115/3-4, 2007) an.

Inhalt

Siglenverzeichnis
Abkürzungen der Währungen und Maße
Einleitung / Introduction
Chronologisches Quellenverzeichnis

  • Sethina Watson, The Sources for English Hospitals 1100 to 1400, S. 65-103
  • Ian W. Archer, Sources for the Early Modern English Almshouse, S. 105- 132
  • Michel Pauly, Hospitäler im Grenzraum zwischen Germania und Romania, S. 133-163
  • Andrea Sommerlechner, Quellen zu oberitalienischen Spitälern vom 11. bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts, S. 165-208
  • Francesco Bianchi, Health and Welfare Institutions in Renaissance Italy: Selected Sources from the Veneto, S. 209-242
  • Herwig Weigl und Thomas Just, Quellen zur mittelalterlichen Spitalgeschichte aus dem bayerisch-österreichischen Raum, S. 243-297
  • Martin Scheutz und Alfred Stefan Weiss, Die Spitalordnung für die österreichischen Hofspitäler im 16. Jahrhundert. S. 299-349
  • Dorothee Rippmann und Katharina Simon-Muscheid, Quellen aus dem Basler Heilig-Geist-Spital, S. 351-422
  • Rezia Krauer und Stefan Sonderegger, Die Quellen des Heiliggeist-Spitals St. Gallen im Spätmittelalter, S. 423-441
  • Ludwig Ohngemach, Die Reformprozesse in der Ehinger Spitallandschaft im 18. Jahrhundert, S. 443-466
  • Heiko Droste und Irmtraut Sahmland, Die hessischen Hohen Hospitäler, S. 467-505
  • Frank Hatje, Frühneuzeitliche Quellen zur Institutionalität von Hospitälern in Norddeutschland, S. 507-540
  • Anu Mänd, Hospitals in Medieval Livonian Cities: Selected Sources from Reval and Riga, S. 541- 562
  • Marek S?o? und Urszula Sowina, Die Badstube des Heilig-Geist-Spitals zu Breslau, S. 563-580
  • Adam Szarszewski, Die vereinigten Spitäler zum Heiligen Geist und zu St. Elisabeth in Gda?sk/Danzig am Ende des 18. Jahrhunderts, S. 581-606
  • Ludmila Hlavá?ková, Böhmische und mährische Spitäler in der Neuzeit, S. 607-624
  • Ivana Ebelová, Die Diskusssion um die Reform des Prager Spitals der Barmherzigen Brüder am Ende des 18. Jahrhunderts, S. 625-635
  • Judit Majorossy und Katalin Szende, Sources for the Hospitals in Medieval and Early Modern Hungary, S. 637-682

Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

QIÖG 4: Claudia Feller, Das Rechnungsbuch Heinrichs von Rottenburg

Claudia Feller

Das Rechnungsbuch Heinrichs von Rottenburg

Ein Zeugnis adeliger Herrschaft und Wirtschaftsführung im spätmittelalterlichen Tirol. Edition und Kommentar

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 4)
Wien/München 2010, 412 S.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 54,80
Böhlau
978-3-205-78397-8 (A), 978-3-486-59122-4 (D)

Rechnungen bilden für den Historiker eine unschätzbare Quelle hinsichtlich unterschiedlichster Fragestellungen, insbesondere verwaltungs-, sozial-, wirtschafts- und finanzgeschichtlicher Natur, und gewähren vielfach lebensnahe Einblicke und Erkenntnisse, die mitunter aus diversen anderen Quellengattungen nicht im selben Ausmaß gewonnen werden können. Ihre detaillierte Erschließung ist nicht zuletzt aus diesem Grund als dringendes Desiderat der Forschung anzusehen. Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht die Edition des Rechnungsbuchs des Tiroler Adeligen Heinrich von Rottenburg aus dem beginnenden 15. Jahrhundert, das ein bedeutsames und bislang nur punktuell ausgewertetes Zeugnis adeliger Herrschaft und Wirtschaftsführung darstellt.

  • Vorwort (S. 9)
  1. Adelige Rechnungsaufzeichnungen: Forschungsüberblick (S. 11)
  2. Die Herren von Rottenburg (S. 22)
    1. Das Geschlecht der Herren von Rottenburg von den Anfängen bis 1400 (S. 22)
    2. Höhepunkt und Ende: Heinrich von Rottenburg (Hofmeister VI.) (S. 44)
    3. Der Streit um das Erbe (S. 76)
  3. Das Rechnungsbuch Heinrichs von Rottenburg (S. 81)
    1. Geschichte der Handschrift (S. 81)
    2. Beschreibung der Handschrift (S. 83)
    3. Schrift und Schreiber (S. 90)
  4. Das rottenburgische Rechnungswesen (S. 93)
    1. Aufbau und Gliederung (S. 96)
    2. Verwaltung und Schriftlichkeit (S. 104)
    3. Die Lokalisierung der Rechnungslegungen (S. 107)
    4. Einnahmen und Ausgaben (S. 116)
    1. Besitzungen und rechtliche Pertinenzen (S. 120)
    2. Herrschaften und Gerichte (S. 120)
      1. Aichach (S. 120)
      2. Cagnò (Cango, Gango) (S. 122)
      3. Caldif (S. 124)
      4. Castelfondo (Kastelpfund, Kastelphund) (S. 126)
      5. Enn (S. 128)
      6. Landgericht im Inntal (S. 131)
      7. Gericht Kurtatsch (S. 133)
      8. Leuchtenburg (S. 135)
      9. Moos (S. 136)
      10. Neustarkenberg (S. 138)
      11. Nons- und Sulzberg (S. 139)
      12. Rettenberg (S. 141)
        1. Friedberg: Propstei und Vogteirechte (S. 142)
      13. Gericht Rettenberg (S. 144)
      14. Rottenburg (S. 145)
      15. Gericht Rottenburg (S. 146)
      16. San Michele (Sand Michel) (S. 147)
      17. Segonzano (Zugenczan) (S. 147)
      18. Gericht in Stubai (S. 150)
      19. Wiesberg (S. 151)
    3. Erwähnte Burgen ohne Rechnungslegung (S. 153)
      1. Die Burg in Kaltern (S. 153)
      2. Laimburg (S. 155)
      3. Die Klause Visione (Visiaun, Visiawn) (S. 157)
  5. Die rottenburgischen Funktionsträger (S. 159)
    1. Marx Strobl, schaffer (S. 160)
    2. Hans von Wolkenstein (S. 162)
    3. Konrad Wirtl (S. 165)
    4. Franzisk von Greifenstein (S. 166)
  6. Maße, Münzen und Gewichte (S. 170)
  7. Die Edition (S. 173)
    1. Editionsrichtlinien (S. 173)
    2. Edition (S. 175)
  • Abbildungsnachweis (S. 345)
  • Siglen- und Abkürzungsverzeichnis (S. 346)
  • Siglenverzeichnis (S. 346)
  • Abkürzungsverzeichnis (S. 347)
  • Quellen- und Literaturverzeichnis (S. 350)
  • Ungedruckte Quellen (S. 350)
  • Gedruckte Quellen (S. 353)
  • Literatur (S. 360)
  • Orts- und Personenregister (S. 383)

QIÖG 3: Wolfgang Gasser, Erlebte Revolution 1848/49

Wolfgang Gasser

Erlebte Revolution 1848/49

Das Wiener Tagebuch des jüdischen Journalisten Benjamin Kewall

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 3)
Wien/München 2010, 540 S.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 49,80
Böhlau
978-3-205-78302-2 (A), 978-3-486-58939-9 (D)

Die Melker Stiftsbibliothek verwahrt seit März 2003 eine besondere Kostbarkeit – das aus dem Müll gerettete Tagebuch des Hauslehrers und Journalisten Benjamin Kewall, das die Zeit vom 27. August 1848 bis zum 31. Mai 1850 umspannt. Die handschriftlichten Eintragungen sind darin auf Deutsch mit hebräischen Lettern festgehalten. Fundort war das Altstoffsammelzentrum in Bad Zell (Oberösterreich), wo ein aufmerksamer Angestellter den unscheinbaren Band dem Altpapier entnahm. Das Buch gelangte daraufhin in das Benediktinerstift nach Melk und wurde als „Codex Mellicensis 1516“ in die Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek eingegliedert.

Da sich der Schreiber im Tagebuch nicht mit Namen nennt, konnte er erst im Zuge einschlägiger Recherchearbeiten als Benjamin Kewall (1806–1880) aus Polna/Böhmen identifiziert werden. Seine Schilderungen betreffen die Wiener Revolution 1848/49 sowie zahlreiche Episoden seiner sozialen und politischen Lebenswelten, die im Besonderen seine Herkunft, die Journalistik in Wien um 1848 und seine bildungsbürgerlichen Netzwerke betreffen.

Die vorliegende Edition war vom Gedanken geleitet, die Übertragung der hebräischen Lettern in eine deutsche Schreibung so zu gestalten, als hätte sie der Verfasser des Tagebuches zu seiner Zeit mit lateinischen Buchstaben durchgeführt. Der Inhalt des Tagebuches und das Leben seines Verfassers werden somit einem breiten Publikum zugänglich und die Zusammenhänge im Buch aufgedeckt.

Inhalt

Teil 1 - Einleitung zum Tagebuch von Benjamin Kewall

  • Vorwort – Fundgeschichte – Forschungsverlauf (S. 9)
  • Quellenbeschreibung (S. 14)
    • Prolog: Kewall als Synonym für Quelle (S. 14)
    • Beschreibung der Quelle (S. 16)
    • Deutsch mit hebräischen Lettern (S. 17)
    • Authentizität der Quelle und des Autors (S. 25)
    • Charakteristika des Kewall’schen Tagebuchs (S. 29)
    • Jüdisches am Tagebuch und seinem Autor (S. 34)
  • Der (auto-)biographische Blick (S. 39)
    • Prolog: Innen und Außen der (Auto-)Biographik (S. 39)
    • Biographien im 20. Jahrhundert und heute (S. 39)
    • Darstellungsformen und Begriffsfindung autobiographischer Texte (S. 42)
    • Das Tagebuch als Spiegel (S. 44)
    • Autobiographisches Schreiben um und nach 1848 (S. 48)
    • Begrifflichkeit der Lebenswelt (S. 54)
    • Jüdische Lebenswelten (S. 53)
  • Leben und Lebenswelten des Benjamin Kewall (S. 57)
    • Prolog: Ein Leben – drei Ebenen (S. 57)
    • Eine glückliche Kindheit in Polna (S. 58)
    • Die Geschichte der Polnaer Judenstadt (S. 66)
    • Die Wiener Revolution und die Zeit danach (S. 73)
    • Juden und Antisemiten in der Wiener Journalistik (S. 88)
    • Ein Leben in Brüchen (S. 101)
    • Das jüdisch-liberale Bildungsbürgertum (S. 120)
  • Conclusio (S. 131)
    • Biographischer Bogen (S. 131)
    • Perspektiven im Tagebuch (S. 134)
    • Besonderheiten am Tagebuch von Benjamin Kewall (S. 138)

Teil 2 - Das Wiener Tagebuch von Benjamin Kewall

  • Transkriptionsregeln (S. 143)
    • Prolog: Vorüberlegungen zur Transkriptionsmethode (S. 143)
      1. Eigenheiten des hebräischen Alphabets (S. 144)
      2. Mit hebräischen Buchstaben geschriebenes Deutsch (S. 151)
      3. Richtlinien zur Anpassung orthographischer Varianten (S. 155)
      4. Berücksichtigung des Schriftstils und Behandlung von Schreibfehlern (S. 157)
      5. Gliederungselemente und Abkürzungen (S. 160)
  • Das Tagebuch von Benjamin Kewall (27. August 1848 bis 31. Mai 1850) (S. 165)
  • Bibliographie (S. 497)
  • Personenregister (S. 515)
  • Zeittafel zur Wiener Revolution (S. 543)
  • Siglen- und Abkürzungsverzeichnis (S. 544)

QIÖG 2: Thomas Wallnig-Thomas Stockinger: Die gelehrte Korrespondenz der Brüder Pez

Thomas Wallnig-Thomas Stockinger

Die gelehrte Korrespondenz der Brüder Pez

Text, Regesten, Kommentare

Band 1: 1709-1715

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 2/1)
2010, 1052 S.
8 s/w-Abb., 24 x 17 cm, Gb.
Preis: € 128.-
Böhlau
978-3-205-78303-9 (A), 978-3-486-58938-2 (D)

Die Melker Benediktiner Bernhard und Hieronymus Pez zählten im frühen 18. Jahrhundert zu den namhaftesten europäischen Gelehrten auf dem Feld der historisch-theologischen Quellenforschung. Sie waren Teil einer heute vergessenen monastischen Gelehrtenkultur, in der sich auch reformkatholische und „aufklärerische“ Ansätze entwickelten. Die Korrespondenz der Brüder Pez wird im Volltext mit deutschen Regesten ediert und ausführlich kommentiert. Der erste der vier projektierten Bände umfasst die Jahre 1709-1715 und zeigt die Etablierung der Brüder in der europäischen Res publica literaria.

Thomas Wallnig und Thomas Stockinger sind Absolventen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung und arbeiten dort sowie am Institut für Geschichte der Universität Wien an der Fortsetzung der Edition im Rahmen eines Start-Projekts des FWF.

QIÖG 1: Oswald Bauer, Pasquille in den Fuggerzeitungen

Oswald Bauer

Pasquille in den Fuggerzeitungen

Spott- und Schmähgedichte zwischen Polemik und Kritik (1568-1605)

(Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 1)
2008, 223 S.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 29,80
Böhlau
978-3-205-77937-7 (A), 978-3-486-58554-4 (D)

Philipp Eduard und Octavian Secundus Fugger, die Schöpfer der sogenannten Fuggerzeitungen (1568-1605), sammelten neben Nachrichten aus aller Welt auch Spott- und Schmähgedichte. Oswald Bauer versammelt erstmals diese Texte in einer ausführlichen Edition. Ziel von Spott und Kritik waren Fürsten ebenso wie Goldmacher, Theologen sowie ganze Völker, wobei die meist unbekannten Autoren nicht mit deftigen Ausdrücken und Zoten geizten. Damit ermöglicht der Autor spannende Einblicke in diese Textsorte, mit der Menschen in der Frühen Neuzeit Kritik an Zeitzuständen und Herrschenden äußerten oder aber die Ehre anderer Menschen anzugreifen suchten.